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Ein Blick hinter die Kulissen eines Containerterminals und Logistikzentrums in der Wüste

22.06.2021
Bertschi Jubail
Das Joint Venture Aldrees-Bertschi Containerterminal in Saudi-Arabien managt die Logistikprozesse unserer Kunden aus aller Welt sowie dem Nahen Osten ab. Unsere Mitarbeiter vor Ort agieren als erfahrene Logistik-Experten und bewältigen die anspruchsvollen Anforderungen unserer Kunden mit effizienter Arbeitsweise, Schulungen und der besonderen Fähigkeit, den rauen Bedingungen eines Terminals mitten in der Wüste standzuhalten. 

Um die Anforderungen und Erwartungen unserer Kunden mit höchster Qualität zu erfüllen, sind für jeden Kunden spezifische Logistikmassnahmen und Schulungen erforderlich. So sind beispielsweise zusätzliche Lagerkapazitäten und Infrastrukturen erforderlich, um den spezifischen Bedürfnissen unserer geschätzten Kunden gerecht zu werden. In diesem Fall mussten 50 000 Quadratmeter Land für die Verwaltung der Leercontainer präpariert werden, einschliesslich zusätzlicher Feldeinteilungen, Fahrspuren und Büros.

Bei Projekten, bei welchen das Equipment und die Arbeitsabläufe sehr spezifisch und daher für die Mitarbeitenden völlig neu sind, werden entsprechende Zusatzschulungen durchgeführt. Das Erlernen von neuen Aufgaben vor Ort ist für das administrative Personal, die Containerinspektoren und das operative Personal, das für den gesamten Containerumschlag verantwortlich ist, mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Dies ermöglicht es uns aber auch, den Bertschi-Standard in allen unseren Bereichen zu gewährleisten.

Das Erlernen der Bedienung und Steuerung der grossen Maschinen vor Ort ist ein aufwändiger Prozess. Zunächst lernen die operativen Mitarbeitenden, auf einem eigens dafür gebauten Parcours, die grossen Maschinen zu bedienen und zu beherrschen, vorerst allerdings ohne Container. Anschliessend wird begonnen die Maschinen mit 40 Fuss-Container zu bedienen und zu steuern, die Container werden von einem Feld zum anderen bewegt, gestapelt und auf LKWs verladen. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis alle Mitarbeitenden mit der Bedienung der Maschinen vertraut sind. Mit den angeeigneten Fähigkeiten können die Container unserer Kunden vor Ort dann professionell gehandhabt werden.

Das Container-Management erfordert meist einen 24-Stunden-Betrieb. Der Zustand jedes einzelnen Containers wird inspiziert, fotografiert und inventarisiert. Jeder Aspekt dieses Prozesses - Transportkapazität, Lieferung, Zustand der Container usw. - muss von höchster Effizienz und ausgezeichneter Qualität geprägt sein. Während eines einwöchigen Stresstests, den ein Kunde bei all seinen Zulieferern durchgeführt hat, wurde unsere Produktion auf 110 % hochgefahren. Den Test haben wir mit 796 umgeschlagenen Containern innerhalb von 24 Stunden erfolgreich bestanden.  

Die hohen Sommertemperaturen und die Sandstürme in Saudi-Arabien machen die Arbeiten vor Ort zu einer grossen Herausforderung. Die Temperaturen erreichen jeweils Ende März 40 °C und steigen bis zum Hochsommer auf 50 °C an. Bei solch hohen Temperaturen können unsere Mitarbeitenden, welche die Containerprüfungen durchführen, nur 20 Minuten am Stück draussen arbeiten. Nach der Arbeit in der Hitze ist eine kurze Erholung in einem gekühlten Aufenthaltsraum notwendig. Doch selbst im klimatisierten Aufenthaltsraum beträgt die Temperatur über 30 °C, was jedoch eine wohltuende Abkühlung im Vergleich zu den extremen Temperaturen draussen ist. 

Es zeugt von der Kompetenz und dem Engagement unserer Mitarbeitenden vor Ort, dass sie den Bertschi-Standard bei vollem Einsatz auch unter den extremen Wetterbedingungen in der Wüste aufrechterhalten können.
 

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