Pressemitteilung
Neues intermodales Bertschi-Terminal im Hafen von Rotterdam

Heute weiht Bertschi ein neues Bahnterminal im Hafen von Rotterdam mit intermodalen Anbindungen nach Süd-Deutschland und Italien ein. Im Verlaufe des Jahres erfolgen weitere Verbindungen nach Osteuropa und anderen Regionen. Das neue Bahnterminal wird eine wichtige Rolle als Hub im paneuropäischen intermodalen Netzwerk von Bertschi, dem führenden Bulklogistik Dienstleister der europäischen Chemieindustrie, spielen. Als Alternative zu den überlasteten Strassen werden für lokale Produzenten wie auch für Importe aus Übersee zusätzliche Schienenkapazitäten zur Verfügung gestellt. Eine Erhöhung der aktuellen Terminalumschlagskapazität von 120'000 TEU ist geplant.

Das neue Bahnterminal im Hafen Botlek hat eine Grösse von 3,5 Hektaren. Ein Kran überspannt drei Bahngeleise von je 450 Metern Länge sowie die Abstellfläche für 1'250 TEU. Über einen direkten internen Zugang zum benachbarten Containerhafen-Anbieter werden trimodale Dienstleistungen angeboten. Aufgrund der Landoptionen hat Bertschi die Möglichkeit, die Logistikanlage zu verdreifachen. Bertschi plant weitere Investitionen in Mehrwert-Logistik für die chemische Industrie.

Im September 2007 wird Bertschi mit einer ersten Bahnverbindung nach Frankfurt und Italien beginnen. In den kommenden Monaten, wird das Terminal über das Schienen- und Wassernetzwerk mit folgenden geographischen Regionen verbunden:

  • Italien, Süd-Deutschland, Schweiz und Österreich
  • Südosteuropa
  • Osteuropa inklusive Russland
  • England, Skandinavien und Spanien/Portugal (Short-sea)


Die aktuelle Bahnkapazität im Ein- und Ausgang beträgt je vier Shuttlezüge pro Tag. Zusätzlich zu den intermodalen Dienstleistungen bietet Bertschi auch die Lagerung von chemischen Produkten der meisten Gefahrgutklassen in Tank- und Silocontainern an. Die Investitionen in das Terminal belaufen sich bis heute auf 10 Millionen Euro.

Für Hans-Jörg Bertschi, CEO Bertschi, spielt diese neue Investition eine strategische Rolle. "Das neue intermodale Terminal, in der Nähe des Brittaniëhafen Docks, liegt vorteilhaft inmitten der chemischen Industrie im Hafen von Rotterdam. Es ist unser Ziel, ein Hub für den Chemie-Cluster zu entwickeln, welcher die Produktflüsse für lokale Produzenten wie auch für Importe, beispielsweise aus dem Mittleren Osten, konsolidiert. Dabei können wir die Logistikprozesse rationalisieren und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Verlagerung vom Strassen- auf den Schienen- und Wassertransport leisten. Unsere Mission ist die nachhaltige Entwicklung von Logistiklösungen für die chemische Industrie. Dies hilft zudem, die Umweltbilanz der Industrie zu verbessern".

Hans Smits, CEO Hafenbehörde Rotterdam, sieht im neuen Terminal einen Gewinn für das Hafenangebot sowohl in seiner Tiefe als auch im Wirkungsbereich. "Das Bertschi Terminal bringt natürlich mehr Ware aber stärkt im Speziellen unsere strategische Position in wachsenden Sektoren wie Shortsea Transporte, Chemielogistik und Bahntransporte. Bertschi ist ein sehr wichtiger Bahnkunde, aber als Aktionär von rail4chem und Hupac ist das Unternehmen ebenso als Anbieter auf dem europäischen Bahnnetz vertreten. Dies wird einen positiven Effekt auf die Betuwe Linie haben. Darüber hinaus lässt sich ein Unternehmen im Hafen nieder, welches der Verlagerung der chemischen Industrie in den Mittleren Osten folgt. Damit steuert Bertschi einen langfristigen Beitrag zum Erhalt unserer herausragenden Position als Europas globaler Hub für den chemischen Sektor".

Bertschi AG: Bertschi ist europäischer Marktführer von intermodalen Bulk-Chemie-Transporten und betreibt 42 Standorte in 22 europäischen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, Italien, Spanien, Ungarn, Polen, England, Irland, Skandinavien, den Baltischen Staaten und Russland. Im Beneluxraum verfügt Bertschi neben Rotterdam bereits über gut etablierte Niederlassungen in Antwerpen, Moerdijk, Delfzijl und Terneuzen. Das Unternehmen beschäftigt 1'650 Mitarbeiter und bietet seinen Kunden integrierte, Container basierende Logistikkonzepte mit einer eigenen Flotte von mehr als 12'000 Tank- und Silocontainern, 1'100 Lkw und 12 auf Europa verteilte, eigene Containerterminals.
Mehr Informationen über die Bertschi AG finden sie unter www.bertschi.com.