Medienmitteilung
Bertschi mit Umsatzsprung dank Vorteil in Osteuropa und Akquisition in Skandinavien

 

2005 ist der Umsatz der Bertschi-Gruppe um 24 Prozent auf 520 Millionen Franken gestiegen. Das Geschäft der auf europaweit kombinierte Verkehre für die Chemische Industrie spezialisierten Firma hat sich vor allem in Osteuropa und – aufgrund des Erwerbs des schwedischen Marktführers Nordic Bulkers – in Skandinavien sehr positiv entwickelt. Bertschi hat 2005 147 neue Stellen geschaffen und beschäftigte Ende Jahr 1'515 Mitarbeiter.

In den letzten Jahren hat Bertschi sein Dienstleistungsangebot gezielt in Osteuropa ausgebaut. Mit Polen, Ungarn, Slowenien, Estland und Litauen nimmt die Firma heute in diesem Wachstumsmarkt eine führende Position ein. „Es ist sehr erfreulich, dass es uns trotz des Preiswettbewerbs der lokalen Strassentransporteure gelingt, den kombinierten Verkehr von und nach Osteuropa unter Nutzung der Schiene und des Wasserwegs kontinuierlich auszubauen", stellt Hans-Jörg Bertschi fest. „Wir wickeln heute etwa 90 Prozent der Ostverkehre intermodal ab – und erwarten in diesem Markt weiterhin starke Zuwächse. Wegen des schlechten Zustands der Fernstrassen in Osteuropa bietet der kombinierte Verkehr unseren Kunden eine höhere Transportsicherheit als der direkte Strassentransport."
Russland wird seit letztem Jahr mit einer operativen Niederlassung in St. Petersburg erschlossen. Das Unternehmen nutzt im GUS-Verkehr vor allem den Wasserweg, daneben aber auch den Landweg per Schiene. Die Kundenzustellung der Tank- und Silocontainer erfolgt mit eigenen russischen Lastwagen und lokalen Fahrern, die nach westlichen Massstäben rekrutiert und ausgebildet werden. Im Januar 2006 hat Bertschi in Moskau ein eigenes Verkaufsbüro eröffnet und verstärkt damit den Marktaufbau Russland mit lokaler Kundenbetreuung.
Skandinavien war 2005 mit dem Erwerb von Nordic Bulkers der zweite Wachstumsmarkt. Der schwedische Marktführer für Bulk-Verkehre beschäftigt 61 Mitarbeiter an sechs Standorten Schwedens und erzielt einen Umsatz von CHF 75 Millionen. Der grösste von fünf Geschäftsbereichen ist der Silo-Verkehr mit über 2'000 Silocontainern, welche zwischen Deutschland/Benelux und Skandinavien im Einsatz sind. Nordic Bulkers und Bertschi ergänzen sich nicht nur geografisch, sondern auch bezüglich Intermodalität. Während Bertschi stark ist auf der Schiene, wickelt Nordic Bulkers Transporte überwiegend im Short Sea-Verkehr über das Wasser ab.

Die Mitarbeiterzahl hat sich 2005 von 1'307 auf 1'515 erhöht. Neue Stellen wurden hauptsächlich in der Schweiz und in Osteuropa geschaffen. Am Standort Schweiz wurden vor allem die zentrale Verkehrssteuerung und die gruppenweite Ausbildung personell verstärkt.

Einziger Wermutstropfen im 2005 waren die im Vergleich zu den Vorjahren sinkenden Margen. Hauptgrund waren die stark steigenden Treibstoffpreise, die aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks in der Branche nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auf die Transportpreise überwälzt werden konnten.

Die Aussichten für 2006 werden grundsätzlich als positiv beurteilt. Das erste Quartal ist durch eine deutliche Belebung der europäischen Konjunktur gekennzeichnet. Die Transportaufträge und der Umsatz sind gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich gewachsen.

Das Jahr 2006 wird nebst den operativen Herausforderungen auch im Zeichen des 50-Jahre Firmenjubiläums stehen. 1956 hat Hans Bertschi die Einzelfirma Bertschi Dürrenäsch gegründet und den ersten Lastwagen erworben. 1964 gründete er mit seinem Bruder Rolf die Bertschi AG. Im gleichen Jahr hat die Bertschi AG die ersten Lastwagen im Transit durch die Schweiz auf die Schiene verladen – die europäische Geburtsstunde für den kombinierten Verkehr durch die Alpen. Drei Jahre später, 1967, wurde die HUPAC S.A. gegründet, die dieses Angebot kontinuierlich weiterentwickelt hat und heute einen wichtigen Beitrag an die Verlagerung des Alpen-Transitverkehrs auf die Schiene leistet.

In den siebziger Jahren hat Bertschi sein Angebot erfolgreich um Tank- und Silo-Containerverkehre erweitert. Dazu wurde der Terminal im Birrfeld stufenweise ausgebaut. Die Internationalisierung der Firmenstandorte auf der Nord-Süd Achse Benelux-Deutschland-Italien stand während der achtziger Jahre im Vordergrund. In den neunziger Jahren erfolgte der europaweite Ausbau des Niederlassungs-Netzes und die Ergänzung der Nord-Süd-Achse durch eine intermodale West-Ost-Achse Spanien-Deutschland/Benelux-Osteuropa. Und auch der Schritt vom Transporteur zum Logistiker wurde vollzogen – gezielt wurden Mehrwert-Dienstleistungen für wichtige Chemie-Kunden entwickelt.
Heute steht die Firma auf einem soliden, während Jahrzehnten aufgebauten Fundament. Sie wird als Familienfirma seit zwölf Jahren von der zweiten Generation geführt. Bertschi will eine unabhängige Familienfirma bleiben – zum Vorteil der Kunden und der Mitarbeiter. „Wir entwickeln mit unseren Kunden Logistik-Dienstleistungen, die deren Wettbewerbsfähigkeit im Markt verbessern. Auf die Kunden zu hören und sich auf ihre wirklichen logistischen Bedürfnisse auszurichten, ist auch die beste Zukunftssicherung für uns", meint Hans-Jörg Bertschi.

Anlässlich der 50-Jahres Jubiläumsfeier vom 20. Mai 2006 in Dürrenäsch konnte Bertschi den 1'000. Lastwagen und den 10'000. Container der Firmenflotte übernehmen. Han Theys vom LKW-Hersteller DAF in Eindhoven und Peter van der Burg vom ebenfalls holländischen Fahrzeug- und Containerhersteller Burg übergaben die modernste Fahrzeugeinheit mit dem umweltschonendem neuen Euro 5 Motor feierlich an seinen künftigen Fahrer, den langjährigen Bertschi-Mitarbeiter Markus Frischknecht.

Bertschi AG ist ein europaweit tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz und 25 Tochterfirmen in 20 Ländern, das sich auf logistische Dienstleistungen für die Chemische Industrie spezialisiert hat. Bertschi ist in Europa Marktführer im intermodalen Transport von flüssigen und granulierten Chemieprodukten. Über 70 Prozent der Verkehre werden umweltschonend über die Schiene oder den Wasserweg abgewickelt. Bertschi setzt in Europa 10'000 Tank- und Silocontainer und 1'000 Lastwagen ein, erzielt einen Umsatz von CHF 520 Millionen und beschäftigt über 1'500 Mitarbeiter.

Kontakt:
Pressestelle der Bertschi AG (PDF)

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